Unfallreparatur

Sicher und kostengünstig Reparieren
Unfallschäden gehören in die Hand von Profis
Über 4 Millionen Verkehrsunfälle ereignen sich jedes Jahr in Deutschland. Zum Glück gehen 90 Prozent davon glimpflich aus. Bagatellunfälle ohne Personenschäden oder Alkoholeinfluss können sogar ohne Polizeibericht reguliert werden: Alles was man dazu braucht, ist ein von allen Beteiligten unterzeichnete Schilderung des Unfallhergangs – der Fahrzeug-Kennzeichen, Ort und Zeit des Unfalls, Namen, Anschriften, Versicherungsgesellschaften und –nummern der Fahrer und Zeugen enthält.
Praktisch hilft ein europäischer Unfallberichtsbogen im Handschuhfach, den viele Versicherer online zur Verfügung stellen. Doch auch Auffahr- und Kleinstunfälle sorgen für Aufwand, Ärger und Kosten. Zusammenstöße, die auf den ersten Blick nur einen Kratzer verursachen oder die Stoßstange eindrücken, können massive, oberflächlich unsichtbare Schäden verursachen.
"Wer in einen Unfall verwickelt war, sollte auf jeden Fall möglichst schnell mit seinem Auto bei einer Fachwerkstatt vorbeifahren, um den tatsächlichen Schaden vom Profi feststellen zu lassen", erklärt Jürgen Ballhause von der unabhängigen Werkstatt-Kette AUTOMEISTER – und warnt zugleich vor Reparatur in Eigenregie. Verzogene Rahmen oder Spuren können nur durch Vermessung entdeckt und mit der richtigen Ausrüstung gerichtet werden. Auch die empfindliche Mechanik von Stoßstangen fordert meist mehr, als Selbstbastler leisten können.
Mit Hilfe neuer technischer Verfahren lässt sich heute auch manch größerer Blechschaden preiswert und professionell beheben. "Allerdings muss lange nicht alles, was defekt ist, komplett ausgetauscht werden", erklärt Jürgen Ballhause. Sanftes Ausbeulen und fachkundiges Beilackieren können manchen Kotflügel retten. Und moderne Kunstharze helfen, auch kleine Schäden in Windschutz- und Seitenscheiben kostengünstig zu beheben.
Professioneller Rat hilft auch, einen Unfallwagen zeitwertgerecht – also seinem Alter, Zustand und verkehrstechnischen Sicherheitsanforderungen entsprechend instand zu setzen. Riskant ist vor allem der Griff zu billigen Ersatzteilen, die gefälscht und von minderer Qualität sein können. "Neue und gebrauchte Teile, vor allen Dingen solche, die für die Sicherheit entscheidend sind, sollte man nur im Fachhandel oder der Fachwerkstatt kaufen und auch dort einbauen lassen." unterstreicht der Experte. Die helfe teilweise auch bei der Auseinandersetzung mit den Versicherungen.
