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Trommelbremse

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Auch Kfz-Trommelbremsen brauchen Streicheleinheiten

Sie hat einen großen Erfinder und viele interessante Vorzüge: Die Trommelbremse. Bereits 1903 wurde sie von Louis Renault konzipiert. Auch heute noch fährt die Hälfte aller Fahrzeuge in Europa mit den trommelförmigen Fahrtverzögerern auf der Hinterachse. „Bei der Trommelbremse werden zwei Bremsbacken von innen gegen die Wand eines gusseisernen Gehäuses gepresst. Lässt der Bremsdruck nach, werden die Bremsbacken durch Federn in die Ausgangsstellung zurückgeholt.“, erklärt Jürgen Ballhause von der unabhängigen Werkstattkette AUTOMEISTER. Das klassische Stück Maschinenbau hat gegenüber den weit verbreiteten Scheibenbremsen einige interessante Vorteile: Sie kostet weniger in der Herstellung und ist günstiger in der Wartung. Weil geringere Kräfte zum Einsatz kommen, haben die Beläge eine längere Lebensdauer und müssen erst nach 70.000 bis 120.000 Fahrkilometern ausgewechselt werden. Ferner ist es unkompliziert, auch eine Handbremse in die Trommelbremse zu integrieren.

 

„Trotz besserer Haltbarkeit müssen auch Trommelbremsen regelmäßig überprüft werden – am besten bevor ein Schaden entsteht. Denn wie bei allen Bremsen können Fehlfunktionen schwerwiegende Folgen haben“, sagt Jürgen Ballhause. Die Hinterachse ist für die Stabilität des Fahrzeugs maßgeblich. Wirkt die Bremse nur einseitig oder blockieren sogar die Räder, kommt das Fahrzeug fast unweigerlich ins Schleudern. Die vorbeugende Wartung in der Fachwerkstatt z.B. im Rahmen der Inspektion ist da der beste Schutz. „Wir prüfen Trommel und Beläge auf Verschleiß, checken Federn, Klammern und die Gängigkeit des Handbremsseils. Außerdem testen wir Radbremszylinder auf Dichtheit und nehmen den Zustand von Bremsschläuchen, -leitungen und des gesamten Systems ins Visier.“ Muss etwas repariert werden, nehmen sich die Profis vorschriftsmäßig beide Seiten einer Achse vor. Wichtig dabei ist vor allem nicht nur einzelne Teile zu tauschen, sondern den ganzen Bremssatz zu wechseln. „Vollständige Bremsenkits, bei denen die Bremsbeläge zum Teil schon vormontiert sind, erleichtern diese Arbeit, machen sie in der Regel schneller und sicherer“, findet Ballhause - zum Vorteil für die Werkstattkunden und den Straßenverkehr.