Autoservice von AUTOMEISTER
Starthilfe

Starthilfe

Technik Tipps

Starthilfe – aber richtig:
 
Wenn es die Autobatterie kalt erwischt

Strom kommt von fließen, sagen die Sprachwissenschaftler. Normalerweise tut er das im Auto auch – es sei denn die Batterie versagt. Vor allem Minusgrade machen älteren oder schlecht gewarteten Kfz-Akkus immer wieder schwer zu schaffen. „Starthilfe ist im Winter eine der häufigsten Leistungen professioneller Pannenhelfer“, erklärt Jürgen Ballhause von AUTOMEISTER. Auch Taxis bieten mitunter diesen Service. Schneller geht es in der Regel mit dem eigenen Starthilfekabel und einem edlen Spender, vorausgesetzt man weiß, wie Menschen und empfindliche Bordelektronik die Aktion gesund überstehen.

 

„Neben Überspannung und Kurzschluss droht vor allem Gefahr durch Funkenschlag und explosive Gase, die beim Aufladen an der Batterie entstehen“, sagt Ballhause. Eine Eigenheit ist, dass beim Auto der Minus-Pol der Batterie (meist schwarz oder blau) – anders als der Plus-Pol (meist rot oder grün) – mit der Karosserie verbunden ist. „Das Metall funktioniert als Stromleitung und ersetzt die von den elektrischen Geräten zurückführenden Kabel. Das spart Platz, Gewicht und Kosten, setzt aber das ganze Gehäuse unter Strom.“ Auch wenn der Lack weitgehend isoliert, dürfen sich die Fahrzeuge deshalb beim Überbrücken nicht berühren. Ferner ist es sicherer, wenn am Plus-Pol erst hantiert wird, wenn der Minus-Pol abgeklemmt und die Karosserie stromfrei ist.

 

Für eine sichere Starthilfe schaltet man deshalb in beiden Fahrzeugen Zündung und Stromverbraucher aus. Mit dem roten Starthilfekabel werden zuerst die Plus-Pole (+) der beiden möglichst gleichstarken Fahrzeugbatterien verbunden. Dann wird ein Ende des schwarzen Kabels am Minus-Pol der Spenderbatterie befestigt. Das freie Ende wird an ein Metallteil im Motorraum des Pannenfahrzeugs geklemmt – auf keinen Fall an den Minus-Pol der entladenen Batterie (Explosionsgefahr). Erst wird das Spender-, dann das Pannenfahrzeug angelassen. Vor dem Abklemmen wird ein großer Verbraucher eingeschaltet, der elektronische Bauteile vor Spannungsspitzen schützt. Dann werden die Kabel in umgekehrter Reihenfolge demontiert. „Noch besser ist, dem ungeplanten Batterie-Tod vorzubeugen, z.B. mit einem Besuch in der Fachwerkstatt“, empfiehlt Ballhause. „Die Batterie-Prüfung und -Wartung gehört in der Regel zu den Standardleistungen im Rahmen der Jahresinspektion.“