Standheizung

Heißer Ofen für eisige Temperaturen
Standheizung macht Auto und Fahrer winterfit
Schnee, Eis und frostige Temperaturen machen Autos und Fahrern im Winter schwer zu schaffen. Zugefrorene, beschlagene Scheiben, klamme Finger und dicke Wintermäntel machen die Fahrt nicht nur zur Herausforderung, sondern auch zum Sicherheitsrisiko.
Die meisten Auffahrunfälle im Winter passieren während der ersten 15 Minuten - aufgrund schlechter Sicht und verminderter Reaktionsfähigkeit. Außerdem fordert jeder winterliche Kaltstart erheblichen Tribut von Motor und Getriebe: Er entspricht einer Belastung von 70 Kilometer Autobahnfahrt und führt zu erhöhtem Schadstoffausstoß, bis der Wagen auf Betriebstemperatur ist.
Zum Glück gibt es ein Gegenmittel: "Die Nachrüstung von Standheizungen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen", weiß Michael Nickel von AUTOMEISTER. "Und zwar nicht nur bei neuwertigen Luxus-Karossen: Speziell bei den kleineren Fahrzeugklassen älterer Jahrgänge steigt der Bedarf."
Der Grund: Gerade ältere Kleinwagen verfügen noch nicht über die Premium-Ausstattung neuerer Modelle und profitieren besonders von den Vorteilen: Mehr Komfort und Sicherheit durch einen vorgeheizten Innenraum und damit eisbefreite Scheiben; erheblich weniger Treibstoffverbrauch sowie geringerer Verschleiß und damit besserer Werterhalt durch einen vorgewärmten Motor. "Weil Standheizungen heute einheitlichen Normen entsprechen, können sie ohne größeren Aufwand von einem Auto ins nächste mitgenommen werden", erklärt AUTOMEISTER Nickel.
Standheizungen sind Benzin- oder Diesel-betriebene Verbrennungsöfen, die zumeist in den Kühlkreislauf des Motors eingebaut werden. Kleiner als die Batterie finden sie problemlos im Motorraum Platz. Dort werden sie von einer Zeitschaltuhr gesteuert, die manuell oder - viel komfortabler - über eine Fernbedienung oder auch per Handy geregelt werden kann. Zwar verbrauchen sie rund 0,6 Liter Kraftstoff pro Stunde, doch die werden durch den geringeren Verbrauch des warmen Motors leicht wettgemacht. "Außerdem kann man ihre Ventilationsfunktion im Sommer als Innenraumlüftung nutzen. Auch das fördert Wohlbefinden und Fahrsicherheit", sagt Nickel.
