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Schneeketten

Mit Schneeketten sicher zum Gipfel

Technik Tipps

Mit Schneeketten sicher zum Gipfel

Schneeketten bieten auf verschneiten Straßen so viel mehr Grip und Kurvenstabilität, dass selbst Fahrzeuge mit Anhänger noch kurvenreiche Berge überwinden können, an denen Winterreifenfahrer abrutschen. Wer sein Auto also fachgerecht in Ketten legt, ist im winterlichen Gebirge eindeutig sicherer unterwegs – und kann auf Straßen mit Schneekettenpflicht empfindliche Bußgelder vermeiden.

 

„Schneeketten gibt es in verschiedenen Ausführungen“, erklärt Jürgen Ballhause von der unabhängigen Werkstatt- und Autohauskette AUTOMEISTER. Neben den zuverlässigen klassischen Seilketten zum Festzurren gibt es leichter zu montierende Stahlringketten, die einfach über den Reifen gelegt und gespannt werden. Bei so genannten Schnellmontage-Systemen sollen die Ketten in an den Felgen vormontierte Adapter eingeklinkt und automatisch angezogen werden. Das funktioniert mehr oder weniger gut. Feingliedrigere Ketten (ca. 9 bis 12 mm Gliedhöhe) eignen sich besser für Autos mit geringem Abstand zwischen Reifen und Radkasten. Wer Leichtmetall-Felgen schützen will, sollte darauf achten, dass Kette und Verschlüsse nicht auf der Felge reiben – oder Modelle kaufen, bei denen die kritischen Teile mit Kunststoff ummantelt sind.

 

„Grundsätzlich müssen Schneeketten für das Fahrzeuggewicht geeignet sein“, berichtet Ballhause. „Deshalb gibt es welche für PKWs bis zu zwei Tonnen – und andere für Vans, Wohnmobile und Geländewagen für bis zu sieben Tonnen.“ Außerdem gilt es, Ketten für die richtige Reifengröße zu erwischen. Wer unsicher ist, fragt am besten in der Fachwerkstatt. Die Profis helfen gerne bei der Auswahl geeigneter Qualitätsprodukte und der Probemontage.

 

Wichtig ist, dass die Schneeketten auf den zwei Rädern der Hauptantriebsachse montiert werden. Bei Allradantrieb erklärt das Betriebshandbuch, welche von beiden das ist. Und dass sie nach rund 100 Metern noch mal nachgespannt werden. Am besten übt man die Montage vor der Reise im Trockenen. Für den Ernstfall lohnen sich eine Warnweste, Handschuhe und eine wasserfeste Matte im Gepäck. Wer dann die 50 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit einhält, dem kann nichts mehr passieren.