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Technik Tipps

Wenn das Auto weiß, wo’s lang geht

Navigationsgeräte sicher nachrüsten

Navigationsgeräte gehören derzeit zu den gefragtesten Technologien fürs Auto. 2005 wurden allein in Europa über acht Millionen Navigationsgeräte verkauft. Am begehrtesten sind tragbare Modelle, die erstens billiger und zweitens einfacher einzubauen sind. Über die Hälfte aller Neuwagenkäufer wünscht sich jedoch einen fest integrierten intelligenten Helfer im Cockpit des nächsten Fahrzeugs, wie eine Verbraucherumfrage von Accenture ergab. Er soll die Fahrt komfortabler und möglichst staufrei machen, weiß den Weg, kennt Parkplätze und Flughäfen und informiert darüber, was in der City los ist. Nur 16 Prozent der Autofahrer erwägen jedoch, ihren aktuellen Wagen mit einem fest installierten Gerät nachzurüsten, vor allem weil sie den Einbau für zu kompliziert halten.

 

„Tatsächlich wird der unsachgemäße Eingriff in die Fahrzeugelektronik schnell zur kritischen Angelegenheit“, erklärt Jürgen Ballhause von der Unabhängigen Autohandels- und Werkstattkette AUTOMEISTER. Meist sind viele andere Bordgeräte sowie Sicherheitstechnologie (Bremsen, Stabilisierung), Motorsteuerung und Wartungselektronik an zentrale Schaltkreise angeschlossen. Die kann schon der unsachgemäße Austausch des Autoradios durcheinander bringen. Manche Systeme, die im Radioschacht Platz finden, versprechen eine leichte Montage. Eine Herausforderung ist allerdings, wenn für den Einbau bestimmter Modelle die ganze Konsole umgearbeitet werden muss oder das Navi auch Bedienfunktionen von CD-Player und anderer Unterhaltungselektronik übernehmen soll. Da lohnt sich der Weg in die Fachwerkstatt, die einen schnellen und sicheren Einbau ohne Schäden an der hoch entwickelten Fahrzeugelektronik gewährleistet.

 

„Bei den portablen Navigationsgeräten ist vor allem darauf zu achten, dass sie einen guten und sicheren Platz im Fahrzeug finden“, warnt Ballhause. Natürlich will der Fahrer das Display im Sichtfeld haben und das Gerät gut bedienen können. Gefährlich wird es aber, wenn die Halterung so montiert wird, dass das Gerät im Notfall den Weg für den Airbag versperrt. „Wenn es hier zum Aufprallunfall kommt, macht das lebensrettende Luftkissen den hilfreichen Navigator zum tödlichen Geschoss.“ Vor solchen Risiken schützen fahrzeugspezifische Halterungen, die statt per Saugnapf an der Frontscheibe am Armaturenbrett verankert werden – und natürlich die sachkundige Montagehilfe des Kfz-Fachmanns.