korrekte Fahrzeugbeladung

Gepäck sicher im Auto verstauen
Klappe auf – und rein damit: Kisten, Taschen, Decken, Schuhe, Gummitiere, Flossen, Angel und schweres Gerät wandern in den Kofferraum. Mitgenommen wird schlichtweg alles, bis das Urlaubsauto aus allen Nähten platzt. Im Vergleich zu Bahn oder Flugzeug muss man auf relativ wenig verzichten. Genau das ist es, was Autoreisende an dieser Form der Fortbewegung auch so schätzen.
„Viel zu oft werden Hab und Gut jedoch wahllos im Gepäckraum oder auf der Rückbank gestapelt“, erklärt Jürgen Ballhause von der unabhängigen Werkstattkette AUTOMEISTER. „Gefährlich wird es vor allem, wenn Gegenstände ungesichert herumliegen. Bei einem Aufprall mit rund 50 Stundenkilometern werden sie ungefähr mit dem 25-fachen ihres Gewichtes beschleunigt. Da wird selbst das 300 Gramm schwere Handy zum 7,5 Kilogramm schweren Geschoss.“ Deshalb gilt - ganz egal ob lange oder kurze Fahrt: Schweres oder Scharfkantiges hat nichts im Innenraum zu suchen.
Außerdem sollte das Ladegewicht so verteilt werden, dass die Stabilität des Autos bestmöglich erhalten bleibt. Schwere Gepäckstücke gehören deshalb nach unten in den Kofferraum, am besten direkt an die Rücksitzlehne, leichtere Gegenstände kann man darauf oder davor schichten. Bei umlegbaren Lehnen ist unbedingt darauf zu achten, dass die Verriegelung eingerastet ist. Kombis oder Vans sollten nicht über die Oberkante der Rücksitzlehnen beladen werden – es sei denn, es gibt ein Gitter oder Gepäcknetz. Lose Gepäckstücke sollten mit Antirutschmatten oder Spanngurten fixiert werden, auch, wenn sie im Kofferraum transportiert werden. Bei Dachboxen ist darauf zu achten, dass die Zuladung die zulässige Dachlast nicht überschreitet. Außerdem wird der Wagen mit Dachaufbau Seitenwindanfälliger büßt mitunter Kurvenstabilität ein.
„Bei voll beladenem Auto sollten auch der Reifendruck und die Scheinwerfereinstellung angepasst werden, vor allem, wenn man auf die lange Strecke geht“, rät Jürgen Ballhause. „Ganz wichtig ist zu prüfen, ob die Fahrzeugtechnik und vor allem die Bremsen in Ordnung sind. Ohne die geht nämlich dann erst recht nichts.“ Fachwerkstätten bieten deshalb in der Regel einen schnellen, technischen Sicherheits-Check mit spezifischer Beratung an. Gewissenhafte Autourlauber sollten sich den auf keinen Fall entgehen lassen.
