Autoservice von AUTOMEISTER
Gasbetrieb

gasbetriebene Fahrzeuge

Technik Tipps

Gasauto statt Feinstaub und Benzinpreisexplosion

Tanken tut dem Geldbeutel weh – durch die Innenstadt fahren der Gesundheit: Seit die Kraftstoffpreise in astronomische Höhen schnellen und die verkehrsbedingte Luftverschmutzung die Grenzwerte gefährlich überschreitet, leuchten allerorts die Alarmglocken. Dabei liegt Hilfe nahe. Gasgetriebene Fahrzeuge sind nicht nur im Verbrauch ein Drittel bis zu Hälfte günstiger als Benziner, sie fahren auch 80 Prozent sauberer. Der Motor läuft ruhiger und verschleißfreier. Höhere Anschaffungs- oder Umrüstkosten können sich durch günstigere Steuer, Versicherung und Kraftstoffkosten schon ab einer Fahrleistung von 15.000 Kilometer pro Jahr rechnen. Mancherorts fördern sogar Kommunen oder Stadtwerke den Umstieg auf die umweltfreundliche Technik. 

 

„Allerdings ist Gas nicht gleich Gas“, erklärt Jürgen Ballhause von AUTOMEISTER. Bei Neukauf oder Umrüstung müssen sich Interessenten grundsätzlich zwischen Erdgas- und Autogas-System entscheiden. Erdgas (Compressed Natural Gas – CNG) besteht hauptsächlich aus Methan, ist leichter als Luft und wird mit einem Druck von 200 Bar in den entsprechend widerstandsfähigen Kraftstofftank gepumpt. Es kann mit Biogas gemischt werden, das eine vergleichbare Zusammensetzung hat. Das flüssige Autogas (Liquid Petroleum Gas – LPG) besteht hingegen vor allem aus Propan und Butan, ist schwerer als Luft und wird mit einem viel niedrigeren Druck von nur 10 Bar betankt. „Autogastanks halten weniger Druck aus. Damit sie nicht aus Versehen mit Erdgas befüllt werden, gibt es an der Tankstelle unterschiedliche Einfüllstutzen“, sagt Ballhause.


Grundsätzlich kann man jedes Fahrzeug mit Ottomotor um einen Gasantrieb erweitern. Die erforderlichen Gastanks verschwinden platzsparend unterboden oder in der Ersatzradmulde. Der Benzinantrieb bleibt bestehen, so dass beide Kraftstoffsystemen nutzbar sind (bivalent). Das erhöht die Reichweite und hält mobil, auch wenn gerade keine passende Gastankstelle in der Nähe ist. Moderne Gas-Systeme arbeiten mit elektronisch gesteuerter Einspritztechnologie und sind mit den neuen Emissionsüberwachungssystemen (On-Board-Diagnose – OBD) kompatibel. „Die Umrüstung sollte auf jeden Fall ein Fachmann vornehmen“, rät Ballhause. „Der kümmert sich auch um die Eintragung im Fahrzeugschein sowie die Inspektion und Reparatur der Erdgas-Komponenten.“